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Am Samstag, den 23. April trafen wir uns zum Einsteigertraining organisiert von Rudolf und Jockl. Dieses jährlich zu Saisonbeginn durchgeführte Trainingsprogramm soll dazu dienen, sich mit seinem Motorrad nach dem Winter wieder vertraut zu machen. Neben den bekannten Trainingseinheiten, wie langsamer und schneller Slalom, bzw. Gefahrenbremsung wurden auch Gleichgewichtsübungen durchgeführt, um das dynamische Verhalten seines Motorrades besser kennen zu lernen. |
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Rudolf (rechts im Bild), der beruflich Fahrlehrer ist, überlegt sich ein mögliches Programm. Er beginnt mit allgemeinen Dingen zur
mentalen Einstellung beim Motorradfahren. Der häufigere Gebrauch des Autos im Winter hat das facettenreichere Motorradfahren etwas verdrängt
und der Kopf muss sich erst wieder aufs Biken umstellen. Denn beim Fahren mit dem Motorrad fließen meist eine viel höhere Anzahl an potentiellen
Gefahren auf den Biker ein, als dies beim Autofahren der Fall ist. Das liegt zum einen daran, dass man mit dem Motorrad meist flotter unterwegs ist
und somit leichter übersehen wird. Zum anderen verzeiht ein Motorrad ein übersehenes Schlagloch bzw. einen herumliegenden Gegenstand bei weitem
weniger moderat, als ein Auto. |
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Wie sitze ich eigentlich richtig auf meinem Motorrad? |
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Nach etwas Theorie geht Rudolf zum praktischen Teil über. Zuvor wird jedoch noch genau erläutert, worauf es bei den einzelnen Übungen jeweils ankommt. Die Teilnehmer verfolgen aufmerksam Rudolfs Erläuterungen: "Es gibt einen Punkt, wo das Motorrad von selbst fährt." Gemeint ist dabei die stabilisierende Wirkung der Kreiselkraft der Räder. Um diesen Punkt zu finden, damit das dynamische Fahrverhalten der eigenen Maschine besser verinnerlicht wird, wurden verschieden Übungen gefahren. Eine gewisse Portion Überwindung gehört da schon dazu, weil auf diese Weise sonst nie gefahren wird. |
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Relativ harmlos geht es los mit Fahren im Stehen und einarmiges Fahren im Stehen (siehe Bild links). |
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Hier setzt Peter an, um bei etwas schnellerer Geschwindigkeit als Schritttempo kniend auf dem Sattel zu fahren. |
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Der langsame und schnelle Slalom sind bekannte Füherscheinprüfungspunkte. Beim langsamen Slalom (siehe links) wurde zur Motivation
zusätzlich die Zeit gestoppt. So mancher wollte es jedoch dann untertreiben und musste feststellen, dass sein Bike im Stillstand doch
recht instabil wird. Fuß absetzen kostet einen Strafpunkt. |
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Nach soviel Akrobatik ist erst mal eine Pause angesagt. Unsere Mädels entspannen sich beim Schaukeln. Die nächste Übung verlangt nämlich einen klaren Kopf und hohe Konzentration. Es handelt sich um die Paradedisziplin richtiges Bremsen mit dem Motorrad. |
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Ein Highlight des Tages war sicherlich die Gefahrenbremsung aus 50 - 60 km/h. Zum Thema "wie bremse ich richtig" gibt es
viel zu erzählen und führt an dieser Stelle zu weit. Wir beschränken uns hier auf das Wichtigste: Bei der Gefahrenbremsung darf die
Vorderradbremse nicht mit einem Schlag voll gezogen werden (es sei denn, man bremst mit ABS). Wer dies tut, verursacht ein blockierendes
Vorderrad. Viel Zeit zum Überlegen bleibt dann nicht mehr. Wer die Bremse dann nicht sofort löst, geht ziemlich schnell aufs Ohr. | |
Wer den Dreh raus hat mit der dynamischen Achslastverlagerung kann es auf die Spitze bringen: Marco zeigt einen "Stoppi". Über 250 kg werden von einer relativ kleinen Gummi-Auflagefläche gehalten, ohne das es blockiert. Hier wird die Bremskraft der Voderradbremse optimal ausgenutzt. |
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Wie gesagt, wohl dem, der ABS sein Eigen nennen darf. Doch was passiert, wenn dieses einmal ausfällt, sei es wegen
eines technischen Defektes, oder weil es versehentlich deaktiviert wurde? |
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